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ZELLVERJÜNGUNG/GESUNDHEIT

Preisbildung

Preisbildung im Kunstmarkt (Studie)

Dokumentationen, Kalkulationen und Studien zur Wertermittlung von Kunstwerken

2. Lan Ju, Zhiyong Tu, Changyong Xue (arXiv:2011.09129)
Titel«Pricing the Information Quantity in Artworks»
Kernsatz:
Durch Anwendung der Shannon-Entropie zeigt die Studie, dass Gemälde mit höherer Informationsdichte – als Ausdruck kreativer Komplexität – signifikant höhere Marktpreise erzielen.

Innovationshöhe vs. Preisverlauf:Ja, diese Studie zeigt eine positive Korrelation zwischen Innovationshöhe (Informationsdichte) und Kunstmarktpreisen.
➤ Kunstwerke mit hoher Komplexität sind deutlich teurer, einfache (weniger informative ode ) Werke zeigen geringere Preissteigerung.

Kernaussage:
Zeitgenössische Kunstwerke (ab 1945) zeigen eine deutlich höhere Wertsteigerungsdynamik als Werke alter Meister oder der klassischen Moderne – insbesondere, wenn sie innovativ sind.

Studien- und Marktevidenz:

  1. Artprice – Annual Reports (z.B. 2020, 2022):· Zeitgenössische Kunst (Post-War & Contemporary) dominiert den globalen Auktionsmarkt seit Jahren.
    · Werke von Künstlern wie Basquiat, Hirst, Koons, Kusama, Richter oder Wool verzeichnen Wertzuwächse von bis zu 300–800 % in 10 Jahren, teils schneller als Werke alter Meister.
    · Begründung laut Artprice: Innovationsgrad, kulturelle Relevanz und Medienpräsenz.
  2. Mei Moses Index / Sotheby’s Institute:· Zeitgenössische Kunst erzielte im Zeitraum 2000–2020 eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 8,5–10 %, während die klassische Moderne bei ca.
    4–5 % lag und alte Meister oft unter 3 % blieben.
    · Besonders Werke mit ästhetischer oder technischer Innovation (z. B. neue Medien, Konzepte, Materialien) schnitten überdurchschnittlich ab.
  3. Studien wie Elgammal & Saleh (arXiv:1506.00711):· Werke mit hoher kreativer Abweichung oder Innovationen vom Vorherigen („Disruption“) korrelieren stark mit langfristigem Marktwert.
    · Zeitgenössische Künstler zeigen oft eine größere visuelle Innovationsbreite, was sich als Werttreiber erweist.
  4. UBS / Art Basel Report (mehrere Ausgaben): Investoren und Sammlerorientieren sich zunehmend an „Kunst als Innovationsmedium“.
    · Werke der klassischen Moderne gelten als „ausgereift“, während zeitgenössische Kunst als zukunftsrelevant wahrgenommen wird – mit höherem Risikoprofil, aber auch höherem Renditepotenzial.

Zusammenfassendes Verhältnis (basierend auf Studien & Marktdaten):

KunstkategorieØ jährliche WertsteigerungInnovationsdynamikSammlerinteresse
Alte Meister
(vor 1800)
ca. 1–3 %niedrigrückläufig
Klassische Moderne
(1850–1945)
ca. 3–5 %mittelstabil
Zeitgenössisch
(ab 1945)
ca. 8–12 % (spitzen
20–30 %)
hochsteigend

Innovative Werke zeitgenössischer Künstler steigern ihren Marktwert 3- bis 4- fach schneller als konventionelle Werke der klassischen Moderne oder alte Meister – besonders bei globaler Relevanz oder neuartigen innovativen Konzepten sind sie eine wertsichere Anlageform.

  1. Artprice-Reports (Art Market Reports)
    Quelle: Artprice by Artmarket.com
    Inhalt: Jährliche Marktberichte über globale Kunstpreise, Verkaufszahlen, Künstler-Rankings und Preisentwicklungen.
    Linkhttps://www.artprice.com/artprice-reports
    DOI: Kein DOI, da kommerzielle Marktberichte. Zitierbar über Jahr & Titel, z. B.:
    Artprice. (2024). The Art Market Report 2024. Artmarket.com.
  2. Empirische Studien zur KunstpreisentwicklungBeispielhafte DOI-basierte Studie:
    · Titel: Art as an Investment and the Underperformance of Masterpieces
    · Autoren: Jiangping Mei & Michael Moses
    · Veröffentlichung: The American Economic Review, 2002
    · DOI: 10.1257/00028280260344643
  3. Mei Moses Art Index (heute: Sotheby’s Mei Moses Index)
    Beschreibung: Ein kunstpreisbasierter Wiederverkaufsindex, der Renditen von Kunstwerken über Zeiträume hinweg analysiert.
    Betreiber: Früher eigenständig, heute im Besitz von Sotheby’s.
    Aktuelle Plattform:
    https://www.sothebys.com/en/mei-moses

    Wissenschaftlicher Artikel (mit DOI):
    · Mei, J., & Moses, M. (2002). Art as an Investment and the Underperformance of Masterpieces
    DOI: 10.1257/00028280260344643

    Zusätzliche empfehlenswerte Literatur:
    · Renneboog, L., & Spaenjers, C. (2013). Buying Beauty: On Prices and Returns in the Art Market.
    DOI: 10.1016/j.jfineco.2012.10.003

Fazit:
Zeitgenössische Kunstwerke mit hoher Innovationsdichte steigen im Wert deutlich schneller und höher als Werke der klassischen Moderne oder alter Meister da ihre Innovationen schon lange in der kunstaffinen Gesellschaft angekommen sind und das Bewusstsein nicht mehr bereichern sondern als historisches Kulturdokument gesehen werden, zumal die Innovationen im Werk mit ihrer Aussagekraft an der Zeit
ihrer Entstehung gekoppelt sind.

Juristische Einordnung
Die in der Studie und auf dieser Webseite dargestellten Wertansätze beziehen sich ausschließlich auf kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Einordnungen physischer Kunstwerke.
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Es werden keine Rendite- oder Gewinnerwartungen zugesichert.
Die Wertansätze basieren auf kunsthistorischen, innovationsbezogenen, musealen und wissenschaftlichen Kriterien und dienen ausschließlich der dokumentierten Einschätzung kulturhistorischer Bedeutung sowie der Orientierung für Versicherungs- und Marktwert-Kontexte.